Das Fernsehen – Leitmedium oder alter Hut?

Viele lassen es nebenbei laufen, manche können gar nicht ohne und für wieder andere ist es einfach Zeitverschwendung – das Fernsehen. Aber wie ist es eigentlich wirklich um das mittlerweile 90-jährige Medium bestellt? Darüber versuche ich euch heute aufzuklären.

Als das voll-elektronische Fernsehen zum ersten Mal durch seinen ungarischen Erfinder Kálmán Tihanyi der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, hatte sicherlich niemand auf der Rechnung, dass es gar nicht so lange brauchen wird, bis es sich zu einem kommerziellen Hit entwickelt. Was damals Zukunftsmusik war, ist mittlerweile längst zum Alltag geworden. Menschen in allen Ländern und Bereichen der Erde nutzen das Medium heutzutage.

Auch der tägliche Konsum ist parallel dazu signifikant gestiegen. Bereits im Jahre 1997 betrug die durchschnittliche tägliche Fernsehdauer schon 183 Minuten pro Tag. Nach der Jahrtausendwende, im Jahre 2002 stieg diese nochmals auf über 200 Minuten und auch danach war ein Ende nach oben nicht in Sicht. Im Jahre 2011 erreichte die Nutzung ihren historischen Höchststand und kletterte auf sage und schreibe 225 Minuten im Tagesdurchschnitt! Rekordwert! 2015 kann an dieses Spitzen-Ergebnis fast anschließen und bringt es auf ähnlich hohe 223 Stunden pro Tag.

Der Trend ist also klar – auch wenn sich das Internet in vielen Bereichen auf dem Vormarsch befindet: Das Fernsehen wird es als alleiniges Leitmedium vorerst nicht verdrängen können. Eher ein gemeinsamer Platz ganz oben auf dem Podium wäre denkbar, da man beachten muss, dass sich Fernsehen immer mehr zu einem Begleitmedium entwickelt. Das heißt, dass auch während der Fernseh-Nutzung im Internet gesurft wird.

Zählt man eins und eins zusammen bedeutet das, dass die goldenen Zeiten für das Fernsehen wohl noch nicht vorbei sind – einzig seine Bedeutung als das digitale Medium schlechthin schwindet.

Hier nochmal die Statistik zum Veranschaulichen: